Zuneigung (Storge)
ist die schlichteste und häufigste Form der Liebe. Es ist die am wenigsten wählerische Liebe, die umfassendste, die am wenigsten heikle, die offenste Art der Liebe. .. Dieses warme Behagen, diese Zufriedenheit, weil man beisammen ist, gilt allen möglichen Objekten. Es braucht keine Worte. Die Zuneigung hat ihre Kriterien, ihre Objekte müssen vertraut sein. Aber der Anfang einer Zuneigung ist nicht zu fassen. Wenn wir uns ihrer bewußt werden, heisst das, dass sie schon seit einiger Zeit besteht...Meistens rühmen wir jene, mit denen uns Zuneigung verbindet, erst, wenn wir sie verloren haben.
Diese Zuneigung gilt Leuten, die nichts miteinander gemein hätten, wenn nicht das Schicksal sie in denselben Haushalt oder in dieselbe Gemeinschaft geführt hätte. Falls daraus Zuneigung wächst- das geschieht natürlich nicht immer- dann gehen ihnen allmählich die Augen auf. In dem ich den "alten So und so" liegbewinne, einfach, weil er nun einmal da ist, entdecke ich mit der Zeit, dass eigentlich "etwas an ihm ist".
Auszug aus: Was man liebe nennt. C.S. Lewis.
Schon mal die Zuneigung gespürt, dass zwei Menschen nebeneinander gegangen sind, keine Worte, keine Laute, aber sie verstehen sich. Keine Stimme. Der Genuss selber liegt in der Ruhe.
Schon mal die Zuneigung gesprürt, dass keine Worte benötigt wird. Ein Zucken des Augenbraues alles gedeutet hat? oder eine Geste kaum Ausdruck, aber alles daraus gelesen? Eine kleine Bewegung und schon alles gemerkt? Verstanden und gespürt ohne dass ein Mittel dafür benötigt wird.
Oft mals rühme ich die Sprachen, weil sie verbinden. Wörterbücher, weil sie aufklären und erhellen. Ebenso Lexika. Aber wozu bräuchte man Worte wenn man ohne sie ganz auskommt?
Froh und dankbar nehme ich dieses Geschenk entgegen. Dass ich es gespürt habe.

