Donnerstag, März 23, 2006

Behauptungen

Wer sich unter dem Beweis stellen muss, hat nichts zu beweisen.
Wer von sich selber behaupten muss, hat nichts zu behaupten.
Für den, der sich verlaufen hat, ist Umkehr ein Fortschritt.

Befreiung

Jesus, zu dir darf ich so kommen, wie ich bin,
du hast gesagt, daß jeder kommen darf.
Ich muß dir nicht erst beweisen, daß ich besser werden kann,
was mich besser macht vor dir, das hast du längst am Kreuz getan.
Und weil du mein Zögern siehst,
streckst du mir deine Hände hin,
und ich kann so zu dir kommen, wie ich bin.

Jesus, bei dir darf ich mich geben, wie ich bin.
ich muß nicht mehr als ehrlich sein vor dir.
Ich muß nichts vor dir verbergen, der mich schon so lange kennt,
du siehst, was mich zu dir zieht und auch, was mich von dir trennt.
Und so leg ich Licht und Schatten meines Lebens vor dich hin,
denn bei dir darf ich mich geben wie ich bin.

Jesus, bei dir muss ich nicht bleiben, wie ich bin.
Nimm fort, was mich und andere zerstört.
Einen Menschen willst du aus mir machen,
wie er dir gefällt, der ein Brief von deiner Hand ist, voller Liebe für die Welt.
Du hast schon seit langer Zeit mit mir das Beste nur im Sinn,
darum muß ich nicht so bleiben wie ich bin!


Manfred Siebald

Montag, März 13, 2006

Es ist nicht....

Es ist dürre, weit und breit lauter Sand. Der trockene Wind schlägt meine Wange und mein gesamter Körper wankelt. Sonnenschein sticht die Haut, sein Glanz prallt ins Gesicht. Mühselig schleppt der rechte Fuß meinen gesamten Körper um einen Schritt fort zu bewegen, gefolgt von dem nächsten kleinen Schritt. Meine Zunge klebt fest am Gaumen, der Hals vertrocknet. Wo kommt mir die Hilfe her?
Ein weisses, großes Papier. Besprengt von Farben. Lauter kleine Punkte.Hier und da. Klein und fast zu wenig. Trotzdem hauchen sie ein dünnes Leben hinein, in das weisse, bleiche Papier.
Weit und breit, düster ist die Wüste. Ein paar Regentropfen. Unbedeutende Wassermenge. Jedoch erwecken Sie Hoffnung, für ein Leben, für ein Weitergehen und für einen Morgen.
Vielen dank für die kleine farbige Punkte und ein paar Tropfen, die ich je gesehen, gehört, gefühlt, eingeatmet und gar geschmeckt habe. Die ich vielleicht nie wieder sehen, hören, fühlen, einatmen und schmecken werde, aber in meinem Gedanken bereits gespeichert habe und sie jede Zeit in Erinnerung rufen kann.

Kein Ohr hat gehört, kein Auge hat gesehen einen Gott außer dir, der so wohl tut denen, die auf ihn harren. Jes 64:3

Es ist nicht das Wissen, sondern das Lernen, nicht das Besitzen, sondern das Erwerben, nicht das Dasein, sondern das Hinkommen, was den größten Genuß gewährt. (Carl Friedrich Gauß)