Freitag, Juni 23, 2006

Sudoku;)


Sudoku. Das Spielchen. Kennt fast jeder inzwischen. Ist Zahlenspielerei (Su= Nummer, doku= einzeln), wurde vom Dell erfunden, später in Japan weiterverbreitet und von einem Hong Kong Richter Namens Gould (geburtiger Neuseeländer) von seiner Japanreise nach Europa gebracht wurde. Der Spielregel ist sehr einfach. In einer grossen Gitterebene gibt es neun kleine Quadrate, worin sich wieder neun weitere sich befinden. Also, insgesamt 81 Quadrate. Man füllt jeden mittleren Quadrat mit Zahlen von 1 bis 9 aus, keine Zahl darf doppel vorkommen. Auf jede Reihe und auf jede Spalte darf ebenso jede Zahl nur einmal erscheinen (s. Bild. Achtung: die kleine Schrift unter dem Wort Sudoku;) Stolz...). Einfach, nicht? na....warte mal erst. es könnte einfach sein, muss aber auch nicht unbedingt so. Denn es könnte gemeine Spiele geben, wie z.B. auf eine Spalte nur ein Ziffer vorhanden, oder sogar keine. Viel Spaß:) Seitdem qüalen sich die Leute mit dieser teufelhaften Anordnung der Zahlen. Ich gehöre auch dazu. leider. Wieso qüalt man sich damit? Laut Zeit: Der Grund für die große Popularität? Englische Rätsellöser sprechen von einer großen Befriedigung, die sich einstelle, wenn das Rätsel endlich gelöst sei. Rund 15 Minuten dauert es in der Regel bis zur Lösung. In schwierigen Fällen aber auch mehrere Stunden. Also, ne Art Selbstverwirklichung und -befriedigung? Ich denke ja. zunächst erscheint das Spiel völlig sinnlos, wie wenn man Kreuzworträtsel macht. die Rätsel werden ausgefüllt, damit wenn sie vollständig sind, man sie entsorgen kann. na toll... mühsam ausgefüllt, und danach sofort entsorgt. ist so die tatsache. Wer bewahrt denn schliesslich bereits ausgefüllte kreuzworträtsel od. sudoku zettel? Niemand, na ja, jedenfalls nicht ich. Ich habe die Gewohnheit, die Sudoku zettel auszufüllen, und sofort nachdem ich sie vollständig ausgefüllt habe, entsorge ich sie. Also, man fragt sich, wozu diese Mühe? (stellt sich eigentlich die gleiche Frage nicht bei jedem Spiel? z. B. Schach, puzzle, Fußball, etc? ) Ausser der obengenannte Grund, gilt der Prozeß selber auch als sehr spannend, sogar der wertvollste Teil denke ich mal. Genau dieser Prozeß ist der Hauptpunkt dabei. Die Zahlen und die Richtigkeit der Ordnung später ist eher nebensächlich, aber der Prozeß um diese zu erlangen, das ist derart spannend und herausfordernd. Was braucht man, um ein guter Spieler zu sein? Genie? nein, das bin ich doch nicht. noch nie....:) (leider) Grundsätzlich gilt: Ruhe, Geduld, Ausdauer, Konzentration, Mut (auch wenn es keine Sicht gibt, dass das Spielchen jemals gewonnen wird), Mut, Mut und noch mal Mut. Oft mals erscheint das Spiel so verloren zu sein, dass es keine leiseste Hoffnung mehr dafür gibt, das Spiel jemals erfolgreich abschliessen zu können. Aber man soll die Ruhe nie verlieren, ebenso die Konzentration und den Mut. Überblick soll man dabei behalten. Sonst ist es aus. Habe ich gerade über Sudoku od. eigentlich über das Leben selbst geredet? Ich hatte über Sudoku geredet. Aber kommt es uns nicht sehr bekannt vor, dass es im Leben oftmals genauso aussieht? Es sieht so aus, dass das Leben sich nicht meistern lässt, es gibt keine Ordnung mehr. Alles, was man betreibt, führt zu nichtig. Trotzdem soll man immer wieder aufstehen, weiter machen. Den Überblick aufbewahren. Aber die Details auch nicht aus den Augen lassen. Mut und dabei aber auch die Lust zum Leben. Sich nicht schlagen lassen, aber zurückschlagen. Viel Spass für Fußballfans, die sich jetzt gerade das Eröffnungsspiel der WM angücken.

Ich habe herausgefunden, dass in jeder großen Arbeit Gottes drei verschiedene Stadien erkennbar sind: erst ist es unmöglich, dann ist es schwierig, dann ist es passiert. (Hudson Taylor)

Sonntag, Juni 18, 2006

sie smiled at me

ich saß drin, im Zug. Sie ging gerade auf dem Bahnsteig. Ein wenig geeilt. Hochhackige Schuhe, geschminktes Gesicht. Lange Hose, Jacket. Verpacktes Geschenk in der Hand. Viereckig, vielleicht Bücher. Buntes Papier mit Geschenkband und ein paar Luftballons. Mein Blick auf sie gerichtet. Dann runter, auf dem Geschenk in der Hand. Trotz ein wenig kitschig, fand ich das Geschenk süß. Sie möchte einem anderen Freude machen. Dann wurde es Party geben, mit Gelächter, lauter Gespräch hier und da. Leute, die sich lange nicht mehr gesehen haben, trafen sich und erzählten sich. Lebendig, freudig und vielleicht feuerig. Bei diesem Gedanken angekommen, drängelte etwas in mir. Etwas ist hoch gekommen, kochte ein wenig. Der Bedürfnis wurde immer größer. Der Drang danach, sie anzulächeln. Obwohl sie mir unbekannt war. Trotz der Tatsache, dass ein fremder man nicht anlächelt. Na...vielleicht in bestimmten Fällen. Aber es hieß doch, man soll diskret bleiben, ein wenig zurückhaltend, sachlich mit gesundem Abstand und Anstand. Denn zurückhaltend = sich beherrschen, sein Gefühl od. seine Meinung verbergen. Es kochte wieder, drängelte wieder. Unbewußt ist der Blick wieder erhoben worden. Wir sahen uns. Sekunde danach lächelten wir uns an. Ich wußte nicht mal, wer wen angelächelt hatte od. ob es so was vom Zufall, dass das Lächeln bei beiden gleichzeitig ausgelöst wurde. Es ist bis heute unklar. ist vielleicht auch unwichtig. Ich würde eher sagen, sie hatte den ersten Schritt gemacht. Denn ich habe es gelernt, zurückhaltend zu sein, Abstand und Anstand zu halten, Benimmregel stets im Kopf aufbewahren. Viel zu gut habe ich sie gelernt und darauf beharrt.
Aber dieses Lächeln hat gut getan. Sonst wäre was hängen geblieben. Etwas ist nicht in Erfüllung gegangen.
Durch die viele Benimmregel, Anstand und Zucht sind wir im positiven Sinne so geworden, dass die Höflichkeit, Sachlichkeit ständig aufbewahrt werden. Es gibt eine genaue Trennung zw. Privat und Öffentlichkeit, was oft nicht schlecht ist. Aber im negativen Sinne sind wir etwas steif geworden, kalt sogar...
Es bedarf Kraft und Überwindung, um den ersten Schritt zu machen. Aber oftmals lohnt es sich. Es kommen Freude über Freude, rollt wie Schneelawine einem entgegen ohne aufgehalten werden zu können. Und es ist schön....sie smiled at me....

Wenn du das Heute wahrnimmst, wirst du weniger von Morgen abhängen. Indem du das Leben aufschiebst, eilt es von dannen.(Seneca in Nutze jede Stunde)

Freitag, Juni 09, 2006

Ein Münze, zwei Seiten

man soll die Hoffnung nie verlieren.
ebenso den Bezug zur Realität;)

TÜV: Wissen gibt Sicherheit
Über manche Dinge möchte ich lieber kein Wissen verfügen

Wer die Wahrheit sagt, braucht ein schnelles Pferd (chin. Sprichwort)
Davor aber erstmal den Mut.

Leben heisst Zeichen ohne Radiergummi.
Nur wenn es keine Gnade und Vergebung existieren

Und zum Schluss: Schön ist eigentlich alles, was man mit Liebe betrachtet (Christian Morgenstern)